Text gelöscht –

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Ich verstehe dich. Stimmen. Die sagen, man müsste glücklich sein. Unbeschwert. Unbelastet. Man hat es so gut. Ohne Sorgen durch den Alltag gehen zu können. Einzige Steine durch Faulheit in die eigenen Wege gelegt. Kind, sei doch lieb. Sei doch artig. Du hast es doch so gut.

Irgendwann kommt es in einem empor gekrochen. Nachts in Träumen. Am Tag in unkontrollierten Gedanken. In Szenen im Kopf die einen erschrecken. Kurz aufzucken lassen. Bis man die Schultern ruckt und es dorthin zurück schiebt wo es her kam.

Dann beginnt man zu sehen. Und Schwärze zu fühlen. Wie Pech in der Seele hängend. Beschwerend. Morgens damit aufwachend. Abends damit zu Bett gehend. Im Tage sich den ablenkenden Situationen hingeben. Menschen. Gesprächen. Gefühlen und all dem Kram. Und einem wundert es, wie es sein kann. So unterschiedlich zu fühlen. So eigenartig anders zu fühlen. Wie ein Mensch in seinem Schatten sitzend, versteckt und zugleich so ungemein präsent?

So schnell wie es es vergeht, so schnell kehrt die Wucht zurück. Die Wellen an Angst und Schwere. An Erschöpfung. Und der Ursprung ist nicht gefunden. Den Ursprung hab ich nicht gefunden. Ich habe Vermutungen. Doch was weiß ich schon.

Ich weiß, dass mir Menschen fehlen. Ich weiß, dass ich Menschen von mir beiße. Von ihnen mich abkehre. Ich kann anders sein. Ich kann gerade sein. Nur fühle ich es dann nicht. Und es will gefühlt werden. Ich weiß, das will es.

Doch wohin führt es mich. Ich sitze fest. Habe mich verlaufen in mir. Und zugleich ist es der Weg der wahr für mich ist. Vielleicht eine Wahrheit?

Zitternde Seelen festhalten. Halt bitte meine Seele fest. Sie zittert. Aus Angst. In der Einsamkeit. Aus Verzweiflung. Durch ummantelnde Kälte. Durch den Körper und den Kopf der sich nicht versteht. In keinem Punkt miteinander verbunden ist. Und zugleich so stark.

Und ohne klare Sicht, nehme ich jede Ecke mit. Ohne klare Sicht, ist eine jede Kante, die meine. Jedes Geäst hängt sich in meine Haut und reißt Stücke von mir mit. Die Dunkelheit legt ihre Hand auf mein Herz. Sagt ich muss. Ich muss. Der Druck beschützend. Der Druck Atem nehmend.

Mein Druck? Mein Atem. Keine Balance. Ich habe keine Balance. Keine klare Sicht. Vernebelten Blick.

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Kalter Nebel auf nackter Haut.

Zerrüttet stehe ich auf. Leichter Wind streicht mir vom Fenster über die Haut. Es ist still. Zu früh, für Menschen aufzustehen. Die ersten Schritte sind träge. Noch gefangen in den Träumen der letzten Nacht. Gefangen in den Gedanken. In Gefühlen zwischen Dunkel und Hell. Es verblasst. Das Helle verblast. Wird mehr und mehr zu einem Schimmer seiner Selbst. Die Kühle des Morgens küsst meinen Körper. Umhüllt mit Feuchtigkeit des stehenden Nebels. Ziehend durch die Baumwipfel der Berge. Wie ein Schleier des Schutzes um sie herum. Wie ein Bote des Mystischen. Man kann es fühlen. Kann die Tiefe fühlen. So klar. So rein. So kalt.

Die ersten Sonnenstrahlen schafften ihren Weg noch nicht durch die Dichte. Das Grün der Wälder in tiefe Farbe getaucht. Schwarz und Grau mit reinem Grün. Meine Seele ruht. Liegt in tiefsten Frieden in mir. Lass mich gehen. Lass mich nun gehen und sehen wohin mich meine Füße tragen. Lass mich dich verlassen. Die Stadt verlassen. Die Menschen. Die Enge um meine Brust. Welch Sehnsucht in meinem Körper. In meiner Seele gefangen.

Streichen über nasse Rinde. Tropfen vom Blätterdach reizen meine Haut. Füße suchen sich ihren Weg über Steine und herabgefallene Rinde. Durch lebendes Moos, an Felswänden entlang. Die Energien schwingen. Fließen von der Hand in den Körper hinein. Ich atme ein. Die Augen sind geschlossen. Halte das Verlangen im Körper. Weiß nicht wonach. Nach mehr. Kann es nicht fassen. Es will nicht erkannt werden. Doch ist so umfassend in mir.

Kalte Luft auf meiner Haut. Kalter Dunst des Morgens in den Haaren. Tiefe Luft in den Lungen und Weite in der Brust. Es pocht an den Wänden um mich herum. Stärke. Tiefe. Alte Gefühle. Vergangene Geschichten. Sie ist dort. Überall. Um mich herum. Strömt durch mich hindurch. Was ist ein Herz gegen solche Kraft. Ich rühre mich nicht. Fließt durch nackte Füße. Durch das Kribbeln in den Handflächen. Durch Meinen Körper hindurch. Meine Wirbelsäule entlang. Breitet sich aus. Umfasst mich von innen.

Ich lasse mich treiben. Ich lasse mich fallen. In das Meer der Energien.

Titel

Spiegle dich. Dort sind Gesichter. Dort sind Gestalten. Wandelnd und wandelnd. Dort sind Dornen im Geäst und dicke Ranken um dich rum. Deine Kleidung ist zerfetzt, die Stacheln bohren sich in deine Haut. Hinterlassen Schlieren. Hinterlassen roten Stoff. Panik steigt in dir hervor, der Weg ist zu eng. Traust dich nicht zu rühren. Wagst kein Geräusch. Schatten wandeln um dich herum. Sehen dich nicht. Siehst sie nicht. Doch sind da. Ihre Auren wabern in der blassen Abenddämmerung. Wachsen. Wachsen mit jedem verblassenden Lichtschein. Dein Herz beginnt zu flattern, deine Augen sehen schlecht. Noch immer keine Rührung. Noch immer kein Geräusch. Sie leben um dich herum. So dicht an dir. So dicht an ihnen.

Kälte kriecht empor. Kriecht über nackte Haut. Über deinen Nacken. Spürst den Atem. Du spürst die Finsternis. Spürst die Enge in deiner Kehle. Die Panik in deinem Herz. Blickst dich nicht um. Wagst dich nicht. Du kannst es nicht. Willst dich ducken. Dich verstecken. Warten bis es vergeht, der Tag anbricht. Er wird es nicht. Nicht für dich.

Augen, weit aufgerissen. Der Versuch zu sehen. Dunkelheit umfasst dich. Spürst. Doch siehst nicht. Spürst. Doch fühlst nichts.

Von oben herab siehst du. Kriechst. Langsam. Von Ast zu Ast. Langsam. Soll dich nicht hören. Soll dich nicht fassen. Mit keinem menschlichen Sinn. Willst in die Seele hinein. Durch die Finsternis hindurch den ungeschützten Weg entlang. Offen liegt er da. Es ist blind. Sieht nicht. Fühlt nicht.

Windest dich. Langsam. Spürst die Angst. Den Rest an Luft, durch die Lungen keinen Weg nach draußen findend. Spürst die Feuchtigkeit der Augen. Die Panik im Blick. Das Wasser rinnend von den Wangen. Das schwache Herz. Auf seinen letzten Schlägen. Im letzten Pochen. Den Geruch von Blut. Kosten an den Dornen. Eisen auf der Zunge. Gier im Körper.

Enger. Näher. Fester um die wimmernde Gestalt. Im Herzen so klein. Rührt sich nicht. Wagt es nicht. Spürt mich. Meine Nähe. Meinen Atem. Zieht sich über die Haut. Flüstert ins Herz. Nimmt den letzten Mut. Nimmt den letzten Schein. Langsam. Langsam wird es klar. Dort ist nichts. Nicht was du tun kannst. Kein Weg. Keine Kraft. Keine Macht. Keine Situation die dich retten kann. Du bist dort. Du bist allein. Augen sehen nichts. Panische Verkrampfung in den Lidern. Der Druck steigt. Streicht über deine Haut. Hindurch. Durch dein Fleisch. Gefüllt von Eis. In dein Herz. In die letzten Schläge. Die letzten Versuche. Die letzte Stille.

No name.

Durchgängiger Drang meine Gedanken aufzuschreiben. Festzuhalten. Sie wollen es nicht. Wollen nicht in Worte gefasst werden. Natürlich nicht. Ich verstehe das. Verstehe das so gut. Doch brauche ich das. Ich muss mich sortieren. Sortieren? Oder mit dem Chaos in meinem Kopf beginnen zu leben. Ohne verwirrt zu werden. Ohne dem eine solche Bedeutung beizumessen. Aber will ich das? Nein… Es ist bedeutend. Ich habe nur noch keine Lösung gefunden. Vielleicht gibt es die nicht. Vielleicht ist das die Lösung.

Ich spüre gerade nicht einmal mehr das Problem. Ist kein Problem. Eine Materie. Ich spüre gerade die Materie nicht. An manchen Tagen so klar. Ein tiefer Bergsee. Kalt. Pur. An manchen Tagen weiß ich das es da ist. Doch ich bin nicht mit ihm. Ihr. Es. Also würde es mir einen Raum zum Atmen geben.

Bedeutung. Oh, ja ich messe dem ganzen viel davon zu. Manchmal frage ich mich, ob es doch zu viel ist. Ob es einfach wäre, es abzublocken, doch dann kommt Panik in mir auf. Das will ich nicht. So stark es mich fasst. Es ist mein. Ich bin es. Ich kann es nur noch nicht kontrollieren. Kann mich nicht kontrollieren. Schritt für Schritt. Schritt für Schritt. Kontrolle ist ohnehin ein Wort mit vielen fremden Assoziationen. Und zugleich auch nicht.

F u n k t i o n i e r e n .

Ein atmen.

Aus atmen.

Ein atmen.

Aus atmen.

Ich muss atmen.

Wieder klar kommen.

Aufhören meinen Kopf unter Druck zu setzen. Als würde er jede Sekunde platzen. Vielleicht nicht so schlimm. Der Körper leitet den Druck um. Entzieht dem Rest meines Körpers die Energie.

Ich weiß nicht wohin. Lebe von Tag zu Tag und weiß nicht wohin. Weiß es schon. Irgendwie. Doch ich bleibe stehen. Stagniere. Bin unzufrieden. Frustriert. Ohne Energie. So vieles was von mir verlangt wird. Ich leide darunter. Das tue ich wirklich.

Kein Gedanke ohne Reflexion. Keine Schwäche wird gestattet. Und dadurch wird sie nur weiter gepuscht. Überfordert. Ich bin überfordert. Mit mir. Von mir. Durch mich. Lasse mir keine Ruhe. Versuche mich zu verstecken. Vor mir. Vor meinen Gedanken. Versuche klar zu sehen, doch der Schleier hat sich längst mit den Rändern verbunden. Genug Kontaktstelen. Stabil. Und ich? Ich sehe zu. Wie ich mich an manchen Tagen verliere. An anderen Tagen in einfache Rauschmittel zurück ziehe. Es hilft nicht. Aber es lenkt meine Konzentration ab. Das Dunkel wartet bis es vergeht. Kommt zurück.

Dinge. Viele Dinge muss ich tun. Ich habe eigentlich keine Zeit um mich auszuruhen. Doch ruhe ich nicht aus. Lenke ich mich ab. Zu wenig Energie im Körper. Zu viel Verbrauch auf anderen Ebenen. Schwäche. Das ist es. So nennt es mich. Schwach. Es trimmt mich darauf. Lässt mich nicht frei. Ich halte mich fest, während ich nach und nach in Verzweiflung versinke. Keine offene. Nein, nur wenige Menschen sehen es. Versuche es zu kommunizieren. Doch schnell ist es wieder weg. Lässt mich wieder an die Oberfläche. Bin ich es? Wer von denen? Wie viele sind es? Bilde ich mir Dinge ein, woher kommt all das auf einmal? Führte ich zu viele Selbstgespräche? Habe ich zu viel Macht preisgegeben? Wieso spiele ich so mit mir. Wieso tue ich mir so viel Zweifel an. Ich muss funktionieren. Ich will funktionieren. Ich bin glücklich, wenn ich funktioniere. Doch gerade ist jeder Handgriff geführt von Bleiesschwere. Jeder Atemzug ermüdend. Mein Kopf kann nicht arbeiten. Nicht klar denken. Ich muss mich wieder aufpäppeln.

Ich hasse Schwäche. Doch ich stehe dazwischen. Ich lebe sie gerade. Manchmal. Doch offensichtlich. Zugleich gestehe ich sie mir nicht ein. Will sie mir austreiben. Es ist menschlich. Doch ich darf es nicht. Ich muss funktionieren. Ich muss funktionieren. Und zugleich auf anderen Ebenen sein. Das bin ich. Doch ich setze mich auch dort unter Druck. Wieso kann ich mich nicht leben lassen. Woher kommen all die Stimmen. Die Diskussionen. Die Wut. Die Wut über mich. Von mir. An mich.

Ich muss es abschütteln. Muss wieder anfangen zu laufen. Wieder anfangen zu sehen. Den Schleier runter reißen. Denn so halte ich es nicht mehr aus. Sehe nur jenes was ich nicht schaffe. Was ich mir einbilde zu können. Mir einrede bereits in mir zu wissen. Bullshit. Und das weißt du auch.

Doch da ist so vieles. So vieles. So vieles was ich schaffte. Lange nicht für möglich hielt. Doch wo ich drüber stand. Was ich bewältigte. Nur jetzt will ich mehr. Es will mehr. Ich muss funktionieren. Lernen. Mir alles aneignen. Ich muss funktionieren. Ich will es! Aber mit diesem Druck ist es schwer etwas fokussieren zu können. Ich torkel. Kann mich nicht fokussieren. Meine Umgebung scheint verschwommen. Verschleiert mir die Sicht. Ich verschleiere mir die Sicht.

 

 

Sprich!

Wo zum Teufel soll ich anfangen. Ich bin wütend. So verdammt wütend! Auf mich? Ja?!

Wo ich anfangen soll? Keine Ahnung! 20:31 Uhr, ich komme frisch von der Arbeit. Wenn ich jetzt duschen ginge, würde ich meine Aggressionen mit abwaschen. Das kommt nicht in Frage!

Warum ich wütend bin? Mein Gott das hier wird ein Selbstgespräch von der üblen Seite.

Situation: Ich habe mich heute auf Arbeit für zwei Dinge verantwortlich gemacht, die so definitiv nicht nur auf meinen Scheiß gewachsen sind! Es waren keine Weltuntergänge. Aber ich hab mich geduckt wie ein dummer Hund! Wenn du dich noch einmal vor Menschen duckst, Knalls! Ich habe so die Schautze gestrichen voll von diesem jämmerlichen weichen Weib was mir da tagtäglich gegenüber steht. Die Fälle heute waren okay. Aber sie haben eine Tür geöffnet. Und was für eine!

Du hast einen wunderschönen Abend, Alkohol ist geflossen, du hattest schöne tiefe Gespräche und wachst am nächsten Morgen neben einem Typen auf. Verantwortung. Erster Gedanke. Du fühlst dich schlecht. Fantastischer Abend gewesen, aber dein einziger Gedanke ist dich zu rechtfertigen, wie du die Situation klären kannst. Bei wem musst du dich entschuldigen? Wen könnte ich mit meinem Verhalten verletzt haben? Niemanden? Entschuldige dich trotzdem. Duck dich. Weil du auch ganz sicher die einzige beteiligte Person warst! Du hirnloses Mädchen.

Ziehen wir die Hose heute an? Dazu das Topp? Nein. Zu viel Ausschnitt. Die Leute gucken. Bauchfrei? Nein. Die Leute gucken. Stirnrunzeln auf der Straße, Abschätzender Blick. Komplimente von den Jungs? Spart euch das Machtgehabe. Und was passiert in dir? Du machst dich verantwortlich! Für deine großen Brüste, für den in guten Zeiten hübschen Hintern. Arrogante Blicke von dummen Frauen lassen dich unwohl fühlen. Für was, verdammte Scheiße? Hauptsache die Menschen gucken nicht. Hauptsache nichts fällt auf, keiner ärgert sich über dich, keiner lässt seinen Neid in bösen Augen aufblitzen. Hauptsache du bist nicht der Auslöser. Wenn Menschen gucken, ist es deine Schuld!

Dir kommen Menschen auf der Straße entgegen, du weichst aus. Nicht normal. Mit einer scheiß Entschuldigung im Blick. Mein Gott steck dir das sofort weg! Jemand muss einen Handgriff mehr machen? Sophie ist schneller. Nimmt ihn doch gerne ab. Deinen auch noch? Gerne! Renn ruhig durch dein Leben auf der Suche nach der Arbeit anderer. Auf der Suche danach anderen ihren Mist hinterher zu räumen.

Achtung, verdammt große Welle! Du bist 20 Jahre alt. Und kannst nicht einmal in deinem Leben stolz auf deine Erfahrungen sein! Menschen gehen and dir vorbei die mehr gesehen haben. Mehr erlebt haben. Und denken sie könnten urteilen. Denken sie wüssten wer du bist! Und du machst dich klein und lässt dich verniedlichen. STEH AUF!

Keiner. KEINER hat das Recht irgendetwas über dich zu sagen. Keine Boshaftigkeit in deinen Handlungen. Fehler die jeder Mensch besitzt und keiner von ihnen war jemals ein Weltuntergang. Du bürdest dir die ganze Verantwortung auf, denkst du müsstest alles und dich im Ganzen rechtfertigen.

Du brauchst Zeit für dich? Viel Zeit? Was erklärst du dich? Ist es so normal geworden, dass Menschen nur noch miteinander in Kontakt stehen müssen? Kommt keiner von euch alleine klar? Du liebst. Offenkundig. Ehrlich. Mit vollem Herzen. Was du verlangst? Freiheit. Das ist alles. Keine Fesseln, keine engen Wände, keine Zickerein bei langem Schweigen deinerseits. Das ist alles. Ich brauche meine Freiheit. Sonnst zieht ihr mich ins Unglück. Wenn ihr darunter Liebe versteht. Zuneigung? Dann geht.

Ich mache Fehler? Ja natürlich! Gott sei dank! Aber ich werde nicht für sie kriechen. Jeder scheiß Mensch hat dunkle Punkte in den Augen. Meine sind fast vollständig schwarz. Denk mal drüber nach. Der helle Schein meiner Seele ist ein Ausgleich dazu. Aber er sollte sie niemals verdecken. Du verhältst dich wie ein Frischling. Als sei es dein erster Tag auf der Erde. Als wäre es interessant was Menschen von dir halten. Ist dir bewusst dass du dich liebst? Ja ist es. Verdammt das ist es. Und dass du stolz auf dich bist. Dankbar für dich. Stark in dir mit Dingen im Kopf von denen andere Menschen nur träumen können. Und ja. Das kann ich mit Gewissheit sagen.

Was meine kleines jämmerliches Häufchen dazu denkt? Sei doch nicht so arrogant. Selbst wenn du stolz bist, sei doch leise, hör auf es anderen mitzuteilen. Du lächelst gerne? Springst gerne in übernatürlich guter Laune durch das Leben? Ja. Ein Zeichen von Schwäche? Fick dich, hast du keine Ahnung!

Machst du dich noch eine Sekunde für die Gedanken anderer verantwortlich. Noch einmal für einen Blick. Für einen Kuss. Für auch nur eine Person die nicht du bist!

Menschen leiden gerne. Jap. Du vergrößerst das Leiden nicht. Sie können gerne jeden Scheiß irgendwo rein interpretieren. Werden sie eh. Aber das geht auf ihre Kappe. Sie machen sich selbst unglücklich. Wütend. Traurig. Neidisch. Ehrlichkeit. Ist euch das fremd? Ich hab es noch nicht perfektioniert. Aber wart’s ab! Und nichts daran ist kalt. Nichts an mir ist kalt. Niemals fühl ich anderen Wesen mit Absicht Leid zu, in welcher Hinsicht auch immer. Nur dir selbst. Und du merkst es nicht mal. Jetzt gerade versuchst du selbst in diesem Text das Thema auf andere zu lenken. Dass du es gar nicht so böse meinst, wie du es formulierst. Du weißt doch, was du meinst! Du kennst dich doch! Was willst du denn gerade erklären! Mach dich frei, renn nicht dumm durch die Gegend.

Du willst kurze Haare? Was hält dich ab? Die Meinung der anderen? Mach es! Du willst eine Sonnenbrille, die einen sonderbaren Schliff hat? Was halten wohl die Menschen von dir? Du hast Angst vor den Blicken von Menschen. Du hast Angst vor Urteilen. Vor falschen. Und ja. Besonders vor den wahren. Der Schritt kommt noch.

Jetzt kann ich dir aber nicht mehr mit Verständnis entgegen kommen. Verständnis wofür? Dass du dich klein machst? Ein roter Abdruck auf deiner Wange. Damit sollte dir klar sein, wie überaus dämlich du dich anstellst. Ich bin zu streng mit mir? Oh ja, ich bin streng! Weil ich mit dir auf diese Weise nicht mehr leben kann und wenn du dich nicht zusammen reißt geraten wir wahrlich gegeneinander. Du weißt, ich wachse. Du weißt ich werde stärker. Ich kann dich in Situationen bringen, in denen du dich wirklich von deiner schwächlichen Seite trennen musst. Weil du sonst zugrunde gehst. Du weiß, ich kann das. Du weißt ich mach es. Also bereite dich entweder darauf vor oder versuch es einzuatmen. Dann ist der Schock nicht mehr so groß. Dann sitzt du vielleicht mal nicht heulend in der Ecke und weißt nicht mehr wo oben und unten ist. Überraschung! Das war Schritt eins. Und es werden noch so viele folgen. Ich liebe dich. Also verkrafte es.

 

Unwissenheit.

Soll ich gehen? Soll ich gehen? Wann kann ich gehen? Schritt für Schritt. Einen Teil voran einen Teil weiter. So ist der Weg das Ziel. So sagt man. Woher kann man sagen welches das Ziel ist? Wie kann man sich dieses Bild im Kopf bilden? Kann kaum laufen im Moment. Kann kaum gegen den Schwall ankommen. Gedanken. Gedanken. Es ist überfordernd wenn man ihnen die Macht des Sprechend gibt. Doch sollen sie diskutiert werden? Sollen die diese Energie bekommen? Dabei sind es diese die mich entleeren. So furchtbar entleeren. Bin ich die Schuld dahinter? Meine Reflexion? Was ist mit der Reflexion des anderen? Nur weil ich dessen Bewusstsein erkenne, heißt das mich für jedes verantwortlich machen zu müssen? Nein. Das definitiv nicht. Doch weiß ich nicht was es heißt. Ich weiß nicht was es heißt. Ich weiß es nicht.

So oft ist dieser Gedanke in mir. Streicht jeden Gedanken zum Ende. So denke ich, ist es ein gutes zu wissen, dass man Dinge nicht weiß. Weniger Lügen. Weniger Arroganz im Leben. Aber muss ich einen Weg finden. Es wirkt überfordernd auf mich. Einst schrieb ich, es sei eine Lüge, dass ich mich zu streng fasse. Toleranz bringe ich allem und jedem Entgegen. Zumeist. Ich versuche es. Nach einer perfekten Definition? Ich weiß es nicht. Doch ich weiß, mir bringe ich nicht genug entgegen. Mache mich nur für vieles Verantwortlich. Für andere Teile meine Religion. Nennen wir es Philosophie. Das zergeht schöner auf der Zunge. Und wieder ist es ein Punkt, an dem ich kaum weiß meine Gedanken zu ordnen. Das was ich bin. Ist es das was ich reflektiere? Kann ich es in dem Sinne überhaupt reflektieren? Soll ich das überhaupt verdammt? Oder ist das der Punkt der aus mir heraus muss?

Wohl fühle ich mich bei mir. Ich verstehe mich. Selbst mit queren Gedanken, ist es okay. Ich bin ja bei mir. Ticke genau so. Das ist mein Arm um meine Schulter. Manchmal abgelöst von Menschen in meinem Herzen. Doch sind es nur wenige. Ziehe ich mich zurück. Schnell. Fühle ich mich nicht wohl. Reflektierende Gedanken projizieren in die Situation. Sind sie wahr. Sind sie falsch. Ich weiß es nicht. Doch zugleich vermisse ich Menschen um mich herum. Stelle ich mich selbst in die Position eines anderen Menschen? Ich kann nicht klar denken. Wie soll ich das dann wissen. Doch liegt so vieles in der Welt in mir. So vieles was gegen die Worte anderer Menschen spricht. So vieles was ich vielleicht an mir zu hoch einschätze, was vielleicht normal ist, aber woher weiß ich das schon? Ich weiß es nicht. Es fühlt sich nur anderes an. So anders an. Ist es Unsicherheit in mir? Oder meine Gedanken, die sich mit den wenigsten der Anderen verstehen? Ich weiß es nicht.

Ein Drang. Ein Strom in mir, der mich voran treiben will. Ein anderer, der sagt ich solle Leben. Ich weiß es nicht. Mich Menschen anpassen? Nein. Zu oft tue ich das noch. Nach und nach entkomme ich meinen eigenen Fesseln. Zu lang im Kopf getragen. Haben Kerben und gebrochene Löcher in der Wand hinterlassen, wo ich sie raus riss. Verzeih mir. Vielleicht ist es das in mir. Das in mir was mir den Kontakt zu vielen Menschen verwehrt. Vielleicht bin ich es aktiv. Vielleicht die anderen Menschen. Zumindest einer von ihnen. Mindestens. Doch das ist okay. Das gibt mir den Freiraum. Nur muss ich mir den Freiraum geben. Doch es ist einsam. So einsam.

Eine Seite. Ich wandle mit den Menschen und schließe mich an. Nicht unbedingt den Meinungen. Doch dem Wesen. Verdränge das Denken und lebe zumeist dennoch in Unsicherheit zu den meisten. Nehmt es nicht böse, wenn ich dann fliehe. Ich hab es noch nicht gefunden. Muss das in mir sortieren. Das. Und die andere Seite. Sagt: „Geh mit mir.“ Löse dich. Folge der Energie. Nimm sie wahr. Versuche sie zu finden in dir. Doch dafür musst du stark sein. Lass dich nicht entleeren von Menschen. Auch nicht von dir. Doch kommt es dir selten entgegen, dass du dich entleerst wenn du Menschen nicht um dich hast, oder? Aber ich würde nicht leben. Würde diesen Schatz nicht sehen können. Wie kann ich die Mitte finden? Ohne zwischen zwei Extremen schwimmen zu müssen.

Atem. Meine Seele ringt nach Atem.