Lass los.

Es ist nicht das Sein im Glücksempfinden. Es ist nicht das Sein in der Interpretation per se. Es ist nicht das Sein in der Direktheit zur Finsternis und zum Dunkeldenken.

Es ist das Sein im Atemzug. Es ist das Sein im Wesen des Körpers. Es ist das Sein im Selbst verbracht und zu sehen aus der Seele.

Keine Zuordnung in bestimmte Richtungen, kein Einfügen in bekannter Raster. Es ist nicht das Vermischen von Eigenem in die Gedanken Fremder, lass es sein, wie du auch sein gelassen werden willst.

Es ist Freiheit, wenn die Gedanken in der Tiefe sich verlieren. Es ist Freiheit, wenn keine Richtung in positives, keine Richtung in negatives eingeschlagen wird. Wenn das Urteil über das Getane und das Umgebende endet und deine Umwelt als Sein sich frei existieren darf. Dann ist es die Freiheit in dir, die auch sich wieder findet. Wie will sie sich fühlen können, wenn nichts anderes um sie herum sich fühlen kann. Wie will der Ausgleich geschaffen sein, wenn nichts um dich im Ausgleich wandeln darf. Wenn jeder Streich dich trotzen lässt. Wenn ein Hauch dich verletzen kann in deinem Stolz, in deiner Unperfektheit, in deiner Menschlichkeit.

Ist dein Ego das Größte am Horizont und das letzte in den Gedanken der Nacht. Ist dein Leben ein Absolut im Umgang mit dir Selbst und deine Interpretation ist dein Kissen, dass keine andere Umgebung als dein Bett erlaubt. Und stolz fäst du dich an die Brust, siehst du hinaus und lässt all deinen Trieben in Gedanken freien lauf und mit Seuche verbringst du die nächsten Stunden und mit Angst und Wut um deine Trägheit. Und keine Sekunde lässt du dich aus dem Blick, alles um dich geschieht wegen dir. Keine Sekunde lässt du die Striche anderer aus dem Blick und denkst, alles um dich herum geschieht wegen dir.

Verlasse den Ort der Toxine. Verlasse das Ufer der kleinen Insel. Nimm die Hölzer, an den Strand gespült, und verfasse dir deinen Weg in die Weiten des Ozeans. Und ist es die Weite und die Endlichkeit, die keine Wertung mehr in deinem Ego übrig lässt. Ist es das Handeln, und die Handlungsmacht, die kein Platz für dein Ego übrig lässt. Ist es ein Hauch von Lebendigkeit, der dir mit den Wogen und Briesen entgegen stößt und ist es dein Eigen, das sich selbst erstärkt und die geschwollene Brust am Bugesrand zeugt nicht mehr von falschem Stolz. Sie zeugt von der Stärke, die es braucht um das Bot zu halten. Sie zeugt von der Festigkeit ohne Gedanken. Sie zeugt von dem Sein im Leben, mit beiden Beinen, kein Fenster mehr durch das du blickst.

Der gläserne Vorhang verdeckte den Wind. Er verdeckte den Regen, prasselnd und stürmend. Er filterte die Sonne, ließ sie ohne Luft und Eigen auf das trockene Gesicht treffen. Er nahm die Gerüche. Er nahm die Essenz.

Durch Gedanken versuchte sich die Außenwelt vorzustellen, doch wie könnte es, wenn der Weg versperrt war.

Gib der Welt um dich herum die Freiheit und die Freiheit kommt zu dir.

Ein Gedanke zu „Lass los.“

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