Ein Gedankenexperiment.

Stelle ich mich hinten an, oder kann ich der Situation Herr werden?

Meine Erfahrungen in meiner derzeitigen Lage sind nicht sehr groß. Die Befassung mit mir selbst ist in den vergangen Jahren ein essentieller Bestandteil meines Lebens geworden. Reflektierter Umgang mit meinem Verhalten, mit meinen Gedanken, mit Reaktionen anderer Menschen auf mich, mit meinen Reaktionen auf sie. Wie kann ich mich in einer Gesellschaft einbetten und wie kann ich mir ein Leben erschaffen, welches all jene Komponenten enthält ohne denen ich definitiv nicht ich bin. Ich kann mir meine Flügel nicht stutzen lassen, weder von anderen menschen, noch von mir selbst. Der Grad dazwischen ist sehr schmal, wenn man betrachtet, wie oft man andere Menschen für eigene Schwierigkeiten verantwortlichen machen kann.

Nur ist dies nicht mein Ziel und so soll es auch nicht sein. Also was ist mein Ziel und was soll sein? Was ist denn elementar für mich?

Eigenverantwortliches Funktionieren. Treue mich selbst gegenüber. Umfasst das horchen auf Gefühl und auf Verstand.

Eigenverantwortliches Funktionieren. Menschen Menschen sein lassen. Doch nicht minder von anderen dir gegenüber erwarten! Menschen müssen mich Mensch sein lassen. Denn in erster Linie, und bevor irgend etwas anders kommt, sehe ich mich als Mensch auf einer Welt. Meine alltägliche Auseinandersetzung über sämtliche Grenzen des für andere Menschen alltägliche bringt mich in eine Situation, in der ich mich nicht mehr als Bürger eines Landes bezeichnen kann. In früheren Zeiten würde man für mein angesammeltes Gedankengut und meine Neugierde wohl gehängt werden. Als potentieller Unruhestifter und Verunreinigen der Volksgedanken. Interessant ist nur, ich bin recht ruhig in meinem Da-Sein. Geht mit meiner grundsätzlichen „ich-will-Mensch-erstmal-verstehen-bevor-ich-gegen-ihn-baller“-Einstellung einher. Von der ich auch regelmäßig angeruckt bin. Weil es nämlich dadurch eben nicht einfach ist groß zu handeln.

Eigenverantwortliches Funktionieren. Meine Priorität der Freiheit. Dass ich diese habe, kann ich niemandem leugnen. In welchen Ausmaßen sie existiert weiß ich noch nicht. Dass ich sie fortwährend und immerdar spüre – ganz sicher! Das ich im Alltag damit in regelmäßige knifflige Situationen komme – nicht falsch. Leider. Gerade im Verhalten um Menschen mir nahestehenden ist es keine einfache Kombination. Jedoch komme ich an dieser stelle immer besser hinter die eingekerbten Eckdaten. Ich projektiere gerne mal eigene Probleme auf die Schultern anderer. Warum genau, weiß ich nicht. Bin ich noch nicht hinter gekommen. Auch wenn ich mich grundsätzlich von den Angewohnheiten und dem Alltäglichen der Gesellschaft abgrenzen möchte, ist das in manchen Bereichen nicht einfach. Bin ich auch ein mensch. Brauche ich auch Menschen um mich. Und sehr gerne habe ich viele verschiedene Menschen um mich. Und sehr gerne fühle ich mich lebendig.

Hierzu muss ich noch mehr schreiben. Was noch… – Ich ducke mich einem Menschen gegenüber, wenn ich das Gefühl habe eine gewisse Verantwortung zu besitzen. Verantwortung geht jedoch mit Beziehungen einher, und ein permanentes Ducken macht ein steifes Genick und lässt keine Chagrin fließen. Jedoch müssen sie fließen. Also was tun. Sinnvoll und logisch wäre es, sich nicht mehr zu ducken. Zumal dieser Mensch es auch nicht von mir verlangt! Es ist eine Eigeninitiative die ich da ergreife. Und während ich dadurch versuche ihm sein Leben recht zu machen, mache ich ihn auch dafür verantwortlich, dass ich mich ducke. Mit Ducken geht leider auch noch mehr einher. Zum einen die Angst mich zu vernachlässigen. Und das nicht zu kurz. Wenn man dem Ursprung folgt, ist es jedoch immer noch ich, die das auslöst. Ich muss mich ja nicht ducken. Wird gar nicht von mir verlangt. Eher das Gegenteil. Und das Gegenteil verlange ich auch von mir. Also wo ist das Problem?

Sollte man meinen.

Nehmen wir in diesem Experiment, worum es sich eindeutig handelt, mal an, dass ich mich nicht mehr ducke. Zum einen könnte man dadurch meinen, ich würde aufhören es dem Menschen recht machen zu wollen. Aber der letzte Schluss revidiert das ja, dementsprechend wäre das Problemchen behoben. Er will nicht dass ich mich ducke. Ich will es nicht. Und ist das Ducken wirklich der einzige Weg es einem Menschen recht zu machen? Ich glaube kaum! Menschen lieben Menschen, weil Menschen Menschen sind. Menschen haben das größte Potential sich individuell zu entfalten. Dementsprechend ist es der Sache inhärent, ein Dagegen-Arbeiten wäre unratsam – zumal unnatürlich und dementsprechend auf langem Wege giftig. Also lass und das doch nicht tun.

Auf engem Raum zu eben, heißt in großem Maße seine Energie so zu nutzen wie es sich natürlich empfindet. Also wie empfindet es sich natürlich? Kann man nur in dem Moment sagen. Abhängigkeit spricht gegen eigenverantwortliches Funktionieren. Wir haben bereits festgestellt, dass mir das wichtig ist. Dementsprechend sollte das nicht aufkommen. Mensch ist jedoch immer noch Mensch und Menschen brauchen und lieben Menschen. Ist das eine Abhängigkeit? Sollte man wohl meinen. Aber nicht im gleichen Maße, oder? Und wenn doch mit dem gleichen Wort betitelt, dann doch in anderen Bedeutungen arbeitend. Richtig? Warum. Weil ich sehr gerne mit dem Menschen bin. Weil ich viel von ihm lernen kann. Viel auch über mich lernen kann. Nur unterbuttern darf ich mich selbst nicht. Denn da wären wir wieder beim Gift. Beim Selbst erzeugten. Schon tragisch, was du hier schreibst. Aber deine Gedanken sind darauf nicht schon seit gestern gepolt, also scheint es so wichtig zu sein, dass da dieser Knoten gelöst werden muss und möchte.

Eine Welt in der ich lieben kann. Mich selbst und diesem Menschen ohne Angst, ohne Zwänge, ohne Verdrehungen der Realität. Das ist keine Utopie. Ich weiß, ich bin sehr gut darin Knoten zu lösen. Und offenbar ist nun dieser an der Reihe.

Wollen wir mal: Obwohl ich auch nicht sehr viel mehr dazu schreiben kann, als: Sei du selbst. Fühlt es sich anders an, mach ein Experiment daraus. Sprich es an, sprich es ruhig laut aus, damit hast du eh kein Problem. Gehe den Gedanken durch, warum es für dich sich nicht richtig anfühlt und wenn jemand Fragen stellt, überdenke diese und antworte ihnen treu aus dir heraus. Menschen sind Menschen. Und Menschen dürfen manchmal noch an solchen Dingen arbeiten. Der ultimative Vorteil ist – Egal welche Entscheidung du triffst, du legst sie ein bisschen auf eine Waagschale. Und das machst du ja eh! Aber durch dein Versuch das zu verdrängen und es eben nicht zu machen, verunstaltest du das Natürliche. Wenn es dir bisher so inhärent war, dass ist es vielleicht einfach genau das! Inhärent dir gegenüber. Also lass uns doch treuer damit umgehen und aufhören Realitäten zu manipulieren. Dann kannst du auch freier sprechen, weil du es ja bearbeiten kannst, während du sprichst. Und Menschen müssen damit leben. Es ist dein Ding und alles Recht hast du dazu.

What else? Ich glaube das passt erstmal so. Ein stepp nach dem anderen. Und in diesem ist schon sehr viel enthalten! Weil du nämlich recht frei darin sein kannst. Und wenn es um Dinge geht wo du dir einfach einen super komplizierten Weg gestaltest, lass und die unverfälschte Weise nehmen und ein bisschen Waagschalenarbeit unternehmen. Der Wert und das Gewicht der Dinge sind ja immer individuell zu nehmen. Dadurch muss ich keinen krank machenden Vergleich anstellen, sondern kann freu arbeiten.

Let’s do it.

Und bis dahin.

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