Ich sehe Wachsflecken auf Holztischen.

Wer mag es sauber, wer mag es unordentlich. Sauberkeit unter dem Zeug auf dem Boden? Staubschichten an Fensterbänken die eigentlich nicht unbedingt sind und ein aufgeschlagenes Buch neben leeren Kaffeetassen mit Restboden.

Ich mag es kalt draußen und wenn es warm ist innen. Auch warm draußen und ein wenig mehr Kälte in mir selbst. Nicht immer mit zu viel Wärme auf alles zuzugehen und mich aus Rechnungen heraus zu streichen, denen ich nicht angehöre.

Wird es dunkel draußen, sieht man weniger Menschen und weniger seltsame Blicke. Die Auren werden verdrängt, sie scheinen weniger zu interessieren und der Blick kann schweifen ohne sich an Ungewünschtem festzuziehen. Doch auch die eigenen Gedanken spielen einem dabei was vor und der Reiz wird gegeben sich treiben zu lassen darin. Mehr Achtsamkeit ist geboten, wenn die Energie dafür nicht am Ort ist.

Weniger ist interessant, wenn ich mich in mir zurück ziehen kann. Ich bin zugleich doch unsicher und stolpernd in meinem Handeln, interpretiere mehr, was ich nicht interpretieren kann, überdenke das und gehe schnell verloren darin. Muss nach Hause. Fort von Blicken, denen ich Bedeutung zuteile.

Und bin ich mehr auf meiner linken Seite, ist mein Kopf klarer, ich spreche als hätte ich nie Probleme damit gehabt, als wäre es kinderleicht. Sich wohl zu fühlen unter Menschen und Freunden und Familie. Es ist beinahe verdrängt und ich lach über mich selbst. Bin dankbar für die Leichtigkeit.

Am Donnerstag so, am Montag dann ganz anders.

Zwischendrin wieder bei Altem und darüber mit schlagendem Herzen nach vorne denkend. Mit Ruhe in der Mitte. Doch nie immer an einem Ort, nie immer wissend genau wo.

Das hier ist mein und ich kann schreiben was ich will. Und das ist beruhigend. Weniger Zeug zum überdenken und weniger worüber ich mich ärgere. Weniger Blicke und weniger Menschen, die sich nichts an Meinung über mich erlauben dürfen. Und weniger ich, die Meinungen projiziert und Undichtes zu Festem erklärt. Weniger ich und zugleich so viel und nichts von dem ist anderen bekannt und so viel wie das seltsam erscheint, gibt es mir mehr Zuversicht, dass es genau so gut ist.

Am Dienstag so, am Samstag ganz anders.

 

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