Auf dem Weg ihn suchend.

Sonntag, 25. November 2018.

Das Datum ist auch am Rande ersichtlich, wenn ich diesen Beitrag hoch lade. Doch right now brauche ich es um mit dieser Konversation zu starten.

Ich sitze in einem Café. Ein frischer Luftzug von der Türspalte lässt mich frösteln. Zieht sich genau über die Tastatur meines Computers. Ich sollte eigentlich lernen. Vorlesungszusammenfassungen anfertigen, Studienleistungen beenden und anfangen und das Japanische Schriftsystem ein letztes Mal lernen.

Und damit bin ich auch in meinem Gedanken angekommen. Ich werde mein Studienfach wechseln. Zum zweiten Mal. Und in diesem Moment und in den letzten Tagen, in denen sich meine Entscheidung manifestierte, fühle ich mich innerlich sehr zerrüttet. Nicht weil ich es eigentlich weiter studieren möchte. Ich würde gerne. Doch ich weiß, dies steht nicht mehr zur Auswahl. Es ist nur logisch diese Entscheidung als einzig richtige anzunehmen, um Lieutenant Tuvok aus meiner geliebten Serie zu zitieren. Einer Serie in der ich mich Zuhause fühle. Und Verstanden.

Doch ich schweife ab. Zurück. Ich möchte also wechseln. Warum? Weil ich mein Inneres vernachlässige. Weil ich es schreien höre. Und ich zittre. Mein Ziel, welches ich nicht aufgeben werde, ist mich in Weltlichem zu manifestieren. Hochgesetztes Ziel. Zu hoch sagen viele. Zu hoch sagte ich mir selbst zu oft. Zu hoch wurde mir 12 Jahre lange eingebrannt. Und jeden Tag möchte ich von Neuem aus diesen Gittern ausbrechen. Und so dünn die Wände wurden, sind sie dennoch noch da. Sehe ich sie dennoch an manchen Tagen so fest vor mir. Und in mir zweifelt es und ich werde wankend und frage mich, was ich hier überhaupt tue. Menschen gehen ihren Wg durch das Leben mit Sicherheit im Rücken. Sie haben die Frage; Wie verdiene ich viel Geld? Wie kann ich meine Familie absichern? Wie kann ich sie stolz machen? Oder auch nur einfach von Tag zu Tag kommen.

Irgendwann. Und ich kann keinen festen Zeitpunkt nennen. Fand mich etwas anderes. Es schlich sich in meinen Kopf und begleitete mich eine Weile. Suchte in der Kommunikation mit den Alltag die wenigen Sätze heraus. Die Blicke. Die Informationen. Störte sich in Aspekten und fesselte sich an anderen. Rieb sich an manchen wund. Verliebte sich in andere. Wie ich das ganze jetzt wahrnehme? Als etwas, das meine Existenz auf dieser Erde zeigt. Das klingt seltsam? Ich kann es nicht anders beschreiben.

Ich studiere Ethnologie. Es zeigt mir Blickwinkel, die ich verstehe. Auf Anhieb in mir aufnehme. Als seien meine Schwingungen auf der selben Frequenz. Sie sind es. Und jedes Wort, ist so viel mehr als es ist und ich will das dahinter wissen und verstehen, bevor ich diesem Wort den Glauben schenken kann, den es in seiner Form verlangt. Und ich muss breiter denken und mich breiter informieren. Und ich muss lesen und kommunizieren. Andere Perspektiven, andere Worte, andere Bilder, verschiedene Stimmen, verschiedene Leben. Eine zertrümmerte Seele und einen Blick mit tiefster Ruhe und Glück. Eine Farbe von Wahnsinn und Schwärze in den Augen und ein Wort, das Seegen entgegen bringen will. Systeme die allumfassend und unzweifelhaft wirken und plötzlich so relativ und… anders erscheinen. In einer Entwicklung, die so viel mehr ist als vermittelt. In einer Geschichte verankert und mit ihr erschaffen. Ihr entsprungen. Und nie enden. Ich muss erleben. Weil es mir Frieden schenkt. Ich muss, weil nur das mich vollkommen fühlen lässt. Weil es mich erfüllt und egal wie wenig, es ist in seiner Vollkommenheit essenziell. Für das Nächste.

Und ausbrechen muss ich aus Denksystemen. Verbiegen muss ich den Löffel, von dem gesagt wurde, er könne nicht verbogen werden. Den Kopf zur Seite neigen. Zufriedenheit im Blick, wenn es passiert.

In Japanologie als Zweitfach finde ich es nicht. Es gäbe mir die Möglichkeit mich in neue Gedanken und Strukturen einzufinden. Doch es spezialisiert zu sehr. Es ist zu viel Zeit und zu Intensiv um mich um das große zu kümmern. Wobei das Große aus gerade diese entsteht. Und ich weiß das und kann damit nicht umgehen. Weil es stresst. Weil es so viel gibt und ich nicht weiß wo und wie und wann ich wo und wie und wann anfangen und weiter machen und beenden soll. Beenden. Welch unzugänglicher Zustand.

Ich brauche einen Mehrwert. Ich brauche mehr und mehr und will mir Zeit nehmen mich selbst mit Dingen zu befassen. Das muss ich. Denn selbst in der uni sind Lücken. So viele Lücken. Und das ist okay, es geht nicht anders. Doch für mich geht es eben so nicht. Ich kann die Lücken sehen. Und sie verfärben die Worte dazwischen.

So muss ich eine Lösung finden. Damit ich meinen Frieden finde. Den ich gefühlt nie erreichen kann…

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s