Nachtgetippe.

Ich schreibe, weil es sich durch mein Seele frisst. Gerade. Jetzt. Und ich nicht weiß darüber zu sprechen. Nicht darüber sprechen will. Nicht weiß mit welchen Worten.

Und ich muss es aus mir heraus bringen. Aus mir reißen, es beißt sich fest und saugt mich leer. Es macht mir Angst. Es macht mich schwach. Es erschöpft. Und lenkt meine Kopf. Und ich weiß nicht wohin. Mit mir spricht keiner.

Als würde meine Seele keinen Atem mehr bekommen. Als würde ich in rundem Rücken der Luft den freien Weg zum Atmen nehmen. Als hätte sie Durst. So viel Durst. Und kann nichts trinken. Und es beginnt zu zittern. Kein starkes Schlottern. Nur ein zittern. Wie der Herzschlag eines Schmetterlings, gefangen im Körper einer Maus. In ihren letzten Atemzügen.

Ich weiß nicht woher es kommt, ich weiß nicht mehr wohin es mich bringt. Ich will nicht ins Licht und ich will mich nicht blenden. Und ich kann nichts mehr sehen. Kann keinen Tag weit sehen. Keine Sekunde. Kann nur fühlen, dass ich atmen muss. Kann nur fühlen, dass ich mir nicht helfen kann. Und kein anderer Mensch. Es muss sich heilen. Von alleine. Von selbst. In mit. Mit mir. Von mir.

So schnell stecke ich in dieser Maße. In diesem Sumpf in meinem Körper. Kann mich nicht bewegen, jeder Gedanke daran entlässt den letzten Funken Energie.

Es ist dunkel draußen. Es ist Leben draußen. Ich bin in meinem Bett. Sitzend. Mit dem Computer an meinen Füßen und der Hoffnung, dass es hilft.

Und dann brauche ich diesen Menschen. Diesen Menschen, der ging. Und ich fürchte mich vor diesem Menschen. Und ich kenne ihn nicht. Ich kenne ihn nicht mehr. Und ich weiß, ich funktionierte. Ich funktionierte oft. Oft auch nicht. Doch ich war mir nicht bewusst. Jetzt funktioniere ich nicht mehr. Jedes Getane, ist ein Versuch zu entkommen, mit einer Hälfte die so sehr das alles verlassen will und eine die bleibt. Sich festbeißt. Sich in mich treibt und mir den Mut nicht gibt, das zu verlassen. Was zu verlassen.

Fronten prallen aufeinander. Und ich sitze dort und kann es nur über mich ergehen lassen. Ich sitze fest. In mir. Mit mir.

 

Und es funktioniert. Und ich traue mich kaum diese Worte zu versenden. Weil ich weiß, ich muss es alleine schaffen. Ich weiß. Ich weiß. Ich weiß.

Und ich werde es nicht aussprechen. Weil es das ist. Vielleicht ist es das.

Und versuchen zu ruhen. Mit einem Körper. Einer Seele innewohnend. Zermürbt und belastet von den Kratzern und Fetzen die in sie reißen. Ich stehe dort und halte mich und frage mich mit welcher Kraft ich das noch tue. Bin gesegnet mit viel Kraft im Inneren. Doch Dinge werden mir genommen, dieses Jahr. Menschen aus dem Herzen gerissen, Kontakte verloren. Türen zertrümmert Wellen losgerissen. Eigenen Stein ins Herz gedrückt. Um den Druck auszugleichen. Fühle mich wie ein Experiment. Von mir selbst. Mit mir selbst. Durch mich selbst. Und muss da durch. Und muss mich halten. Muss diese Seele so lange halten, biss sie vor Erschöpfung nicht mehr zittert. Wenn es auf hört zu zittern. In mir. Wann hört es auf. Dann wenn es beendet ist. Wenn es beendet ist. Und ich bin die letzte, die dort ein Wort zu sagen hat. Nimm es an. Und steh es durch.

Ein Mensch leidet. Unter sich. Durch sich. Mit sich.

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