vibriert.

Ich spüre wieder Leben in mir. Ganz zart. Vereinzelt mächtig um mich vibriert es.

Die Angst vor der Zukunft verblasst. Die Angst vor festgefahrenen Wegen dimmt ab.

Ich kann wieder atmen. Ich kann wieder spüren.

Ich fühle Unsicherheit. Und ich fühle Sorge. Sie sind rein und unberührt von dem giftigen Gemisch aus Stress und verwesender Angst.
Ich spüre Liebe, vereinzelt. Ich spüre Dankbarkeit und den frischen Wind wieder in meinen Gedanken.

Ich fühle mich.

Meine Sicht ist klarer geworden in den letzten Tagen. Ich sehe Konturen und mein Blick bleibt an Objekten hängen ohne sich nach wenigen Atemzügen zu verschleiern. Ich kann sie wieder wahrnehmen. Ich kann sie wieder verstehen.

Die Angst vor Gefühlen verschwindet nach und nach. Die Angst vor mir selbst distanziert sich, macht Neuem Platz. Ich weiß nicht was das Neue sein wird. Kann es nicht klar fühlen, doch Festigkeit ist es zunehmend.

Festigkeit.

In mir.

Mit mir.

Darling my girl.

Hold it fast. Hold it to last.

Dar-ling.

Hold it close. Close in your arms.

Dar-ling

Hold it near your. It doesn’t fear you.

Darling my girl.

.

There is shadow. In the dark-ness,

there is shadow. In the dark-ness.

Please leave the shadow.

My Girl.

Please see the light. 

.

And don’t be frightened.

My little darling, please don’t be frightened.

My lovely darling.

I will be near you. I will not leave you.

You are my heart. 

.

There is shadow. In the dark-ness,

so much shadow. In the dark-ness,

don’t leave the shadow. In the dark-ness.

It is the light. 

Dauerwelle

So frustrierend. Es ist so frustrierend sich nicht frei in sich zu fühlen. Wenn jede Kleinigkeit es vermag, den Fokus von einem wegzulenken. Wenn man sich zuhause nicht mehr wohl fühlt. Wenn man sich eingepfercht empfindet. Und schwach.

Immer wieder kehrt dieses Gefühl zurück und ein einfaches Verschwinden ist gewünscht. Ich will verschwinden aus den Wänden um mich herum. Haben sie nicht dort zu sein und meinen Blick vor der Welt abzuschirmen.

Ich will nicht bei Menschen sein, die mich und meine Zeit beanspruchen. Dort ruht kein Anspruch. Ich will nicht bei Menschen sein, die mich in dauernde Reflexion drängen. Wie kann man es wagen. Will ich doch einfach nur allein sein in mir und mit meinen Gedanken. Damit sie frei sein können. Frei von Ängsten und Zwängen.

Ich drohe zu ersticken bei der kleinsten Unsicherheit. Ich will mich verstecken, doch kein solcher Ort ist für mich in Reichweite. Ich will allein sein. So dringend allein sein.

Ich empfinde Abneigung und Hass. Schmerzende Gefühle in der Brust. Bin strapaziert, hochempfindlich. Verprasse meine wertvolle Zeit mit dem Überdenken von unnötigem Scheiß. Habe keine Energie mich mir selbst zuzuwenden. Als würde man mich nicht lassen. Mich diese verhassten Menschen nicht lassen.

Muss meditieren und im Einklang zu sein. Weil meine Umwelt so viel Verarbeitung verlangt? Sollte ich nicht einen Ort und Weg wählen, der mich entspannen lässt? Der mich im Frieden atmen lässt? Der mich nicht wütend werden lässt und verzweifelt? Der nicht wie spitze Nadeln auf meiner Seele tanzt.

Frieden.

Frieden, Frieden, Frieden, Frieden, Frieden.

Ich brauche dich. So sehr.

Titel hier eingeben.

Sei eine Zeit vergangen, die das Gefühl zu ersticken verbarg.

Ist es eine Scheußlichkeit mit Vollkommenheit im Kopf zu verschwinden. Der Blick vernebelt sich und die Motorik schwindet. Das Herz sticht und schlägt, als wolle es seinen Wirt verlassen. Der Kopf wird dumpfer und dumpfer. Begreift die Gedanken nicht, die wie Blitze ohne Pause durch den Kopf schießen. Begreift aber die Essent des Ganzen. Die sagt: „Nein, du bist noch nicht genug.“

Bin ich nie genug. Für diese Wünsche in meinem Kopf. Bin ich nie genug, um mich in Sicherheit zu wiegen. Ist es mit gleich in diesem Moment, ob es Sinn bringt und was es ist. Auch ob ich es genieße den Schmerz zu empfinden, bis in die Tiefen meiner Seele hinein.

Sind es dennoch Schmerzen, die einen zu zerreißen drohen und den Blick von so vielen Orten des Lebens wenden.

Kann ich nicht alles in einem Tun, Verzweiflung macht sich breit in dem Gedanken. Kann ich noch immer so viele Seiten von mir nicht in Einklang bringen. Nur zwei Seiten nicht in Einklang bringen. Weiß doch, was sie wollen und kann beiden nicht ihr Vollstes geben.

Kann nicht nur in Frieden leben, ist es die Wärme die mich vertrocknen lässt. Muss doch auch in Klarheit leben, ist es mein Körper, der sonnst nichts mehr macht. Und mein Mind braucht Stärke, braucht Fülle und Ganzheit, braucht zu gleichen Teilen die Schwäche, braucht das Leere und den Bruchteil.

Zu funktionieren ist ein sonderbares Gefühl.

Bin ich es nur leid, die Versionen bestehendes Lebens in meinem Kopf zu den Wünschen werden zu lassen. Sind darin doch nicht meine Antworten zu finden.

Bin noch immer auf der Suche nach den Wegen, die meinen Körper zum Beben bringen und meinem Kopf den Rausch geben, den er so sehr verlangt.

Lass los.

Es ist nicht das Sein im Glücksempfinden. Es ist nicht das Sein in der Interpretation per se. Es ist nicht das Sein in der Direktheit zur Finsternis und zum Dunkeldenken.

Es ist das Sein im Atemzug. Es ist das Sein im Wesen des Körpers. Es ist das Sein im Selbst verbracht und zu sehen aus der Seele.

Keine Zuordnung in bestimmte Richtungen, kein Einfügen in bekannter Raster. Es ist nicht das Vermischen von Eigenem in die Gedanken Fremder, lass es sein, wie du auch sein gelassen werden willst.

Es ist Freiheit, wenn die Gedanken in der Tiefe sich verlieren. Es ist Freiheit, wenn keine Richtung in positives, keine Richtung in negatives eingeschlagen wird. Wenn das Urteil über das Getane und das Umgebende endet und deine Umwelt als Sein sich frei existieren darf. Dann ist es die Freiheit in dir, die auch sich wieder findet. Wie will sie sich fühlen können, wenn nichts anderes um sie herum sich fühlen kann. Wie will der Ausgleich geschaffen sein, wenn nichts um dich im Ausgleich wandeln darf. Wenn jeder Streich dich trotzen lässt. Wenn ein Hauch dich verletzen kann in deinem Stolz, in deiner Unperfektheit, in deiner Menschlichkeit.

Ist dein Ego das Größte am Horizont und das letzte in den Gedanken der Nacht. Ist dein Leben ein Absolut im Umgang mit dir Selbst und deine Interpretation ist dein Kissen, dass keine andere Umgebung als dein Bett erlaubt. Und stolz fäst du dich an die Brust, siehst du hinaus und lässt all deinen Trieben in Gedanken freien lauf und mit Seuche verbringst du die nächsten Stunden und mit Angst und Wut um deine Trägheit. Und keine Sekunde lässt du dich aus dem Blick, alles um dich geschieht wegen dir. Keine Sekunde lässt du die Striche anderer aus dem Blick und denkst, alles um dich herum geschieht wegen dir.

Verlasse den Ort der Toxine. Verlasse das Ufer der kleinen Insel. Nimm die Hölzer, an den Strand gespült, und verfasse dir deinen Weg in die Weiten des Ozeans. Und ist es die Weite und die Endlichkeit, die keine Wertung mehr in deinem Ego übrig lässt. Ist es das Handeln, und die Handlungsmacht, die kein Platz für dein Ego übrig lässt. Ist es ein Hauch von Lebendigkeit, der dir mit den Wogen und Briesen entgegen stößt und ist es dein Eigen, das sich selbst erstärkt und die geschwollene Brust am Bugesrand zeugt nicht mehr von falschem Stolz. Sie zeugt von der Stärke, die es braucht um das Bot zu halten. Sie zeugt von der Festigkeit ohne Gedanken. Sie zeugt von dem Sein im Leben, mit beiden Beinen, kein Fenster mehr durch das du blickst.

Der gläserne Vorhang verdeckte den Wind. Er verdeckte den Regen, prasselnd und stürmend. Er filterte die Sonne, ließ sie ohne Luft und Eigen auf das trockene Gesicht treffen. Er nahm die Gerüche. Er nahm die Essenz.

Durch Gedanken versuchte sich die Außenwelt vorzustellen, doch wie könnte es, wenn der Weg versperrt war.

Gib der Welt um dich herum die Freiheit und die Freiheit kommt zu dir.

Lass mich doch endlich springen.

Es sind Sprünge. Sprünge um Sprünge um Sprünge um Sprünge.

Eine Ansammlung von ihnen. Jeder Schritt ist in sich vollkommen. Ist in sich einzigartig. So sollte es sein und ich denke das ist mein Wunsch. Die Worte dringen aus meinem Herzen an mich heran.

Ich bin doch nur ein Versuch des Lebens, in den Tiefen zu atmen und den Rücken zu strecken. In der Finsternis ins Licht zu sehen und nicht zu erblinden ohne den Schutz des kühlenden Schattens.

Zwischen den Bäumen, die der Wind bewegt. Die nicht mehr nur flüstern, sondern rufen durch die Stille. Wie sie rasseln mit den Ketten die ich ihnen zeige. Wie sie sich um sie winden und mit ihnen spielen. Die Fesseln meiner Seele.

Will ich jeden Tag springen. Will endlich die Kraft spüren zu springen. „Willst du so dein Leben leben?“ Ich will endlich mein Leben leben. Nicht mehr verblendet werden, nicht den Sehnsüchten anderer Menschen folgen. Weiß ich so wenig von meinen eigenen. Haben sich so sehr mit denen anderer verworren, nur wage scheinen sie in anderem Licht.

Ich stehe zwischen den Stühlen. Ich stehe zwischen allem. Will ich sein und nicht nur blicken, will ich atmen nicht nur schlucken, ich will brennen vor Würde in meinem Eigen selbst geschaffen voller Tiefe, voll mit Glut und aller Ehre.

Ich kann doch nicht mehr nur die Hülle sein. Kann keinen Tag länger nur die Hülle sein. Vermisse das Wesen, dass ich nie zu Gesicht bekam. Ich vermisse den Seegen, den ich nie zu spüren bekam. Das Glück mein Eigen zu sein. Das Glück mich heraus zu winden aus den Festen dieser Welt, alle so Fremd um mich erscheinend, so fremd von all dem Wirklichen. Zuordnen kann ich mich nicht, den Schmerz könnte ich nicht halten.

Sehe ich am Horizont einen Schimmer von Tiefsinn, sehe ich die Strahlen aus meiner Brust. Spüre ich die Angst in meiner Seele und die Schnur um meine Kehle.

Ich will springen, will springen, will springen, will springen.

Bring me some beer, baby.

Weil das genau das ist, was ich will. Bin nicht verlangend nach Geschmäckern trüber Brausen, überspitzer Coctails, will keine Farben hell und schrill, bitte keine überhecktischen Blasen.

Lad mich auf einen Wein ein und wir verbringen Stunden in Tiefgründigkeit. Der Körper getrieben von Melancholie und spüren wie der Himmel über unseren Köpfen das Innere öffnet.

Will jeden Schluck des Lebens lieben, mit geteilten Lachen genießen und im Schein vergehender Lichter den Eintritt in die Dunkelheit zelebrieren.

Ich will kein Leben gehofft haben zu leben, keinen Spaß in Gedanken genossen haben, will die Sprünge mir nicht erdacht und die Sätze mir nicht verschluckt haben.

Will mir die Finger an feuchtem Holz verbrennen und den Liedern verschiedenster Leben lauschen, will die Ketten hinter ihren Augen erkennen und die Wünsche nach Freiheit von Lippen küssen.

Will das Bedürfnis erfahren gelebt zu haben und in tiefen Gewässern getaucht zu sein, will die Sonne von allen Winkeln erfahren und den Regen in meiner Seele zum tiefen Meer werden lassen.

Ich will mit den Nächten beginnen und den Tag begrüßen, ich will die Sahne nicht, ich will den Boden des Kuchens, ich will die Augen im Antlitz der Finsternis öffnen und mich nicht mehr vor dunklen Seiten verbergen. Habe den Drang nach dem Lauf in unendliche Höhen, will mir keine Bilder von schlechten Horizonten einsprechen lassen, will keinen Menschen mit erdachten Schranken glauben und mir meine eigene Wahrheit und Wirklichkeit öffnen.

Denn unter diesen Umständen macht sich das Leben nicht leicht, ohne die Freiheit wird mir meine Seele gebrochen. Ohne die Liebe in mir komme ich nicht weit und bin zu lange schon unter meiner Würde gekrochen.

Habe den aufrechten Gang in meiner Natur, werde mich nicht mehr beugen vor eigenen, noch fremden Gefühlen. 

Ist die Dunkelheit mein Ausdruck, lebe ich sie voll und durch sie hindurch. Zeigt sich die Sonne in mir, lasse ich keine Blockaden die dämpfen.

Also stoß mit mir an oder tritt gerne beiseite. Denn mein Weg wartet auf mich in dieser Welt.

„mein Herz schreit“

Nach jahrelanger Auseinandersetzung mit dem im Wesen selbigen Thema, ist es noch immer eine Schwierigkeit sich auf die offensichtliche Antwort zu konzentrieren.

Ist das Wesen des Geistes dem eigenen entsprechend. Somit vom Eigenen errichtet und fortlaufend kreiert und inspiriert.

Zu unterscheiden, was sich in der Wirklichkeit und was sich in der Vorstellung bewegt und wie sich die Dinge in der Welt verhalten, ist zunehmen ein komplizierter Betrachtungspunkt.

Ich arbeite an diesem Betrachtungspunkt und komme doch wiederholt und beinahe regelmäßig vom Eigenen ab. Dem liegt die Schwierigkeit zugrunde, dass das Eigene nicht klar zu sein scheint. Zumindest mir selbst nicht.

Nachdem nun Tage der blassen Gefühle und erdrückenden Empfindungen vergangen sind, bin ich mal wieder an dem Punkt, wo mir die Antwort so schlüssig erscheint. Die Antwort liegt in dem Wesen des Menschen selbst. In mir selbst. Gedanken und Vorstellungen sind Teile davon, doch, speziell wenn sie sich um ein Sein drehen, welchem dem der Gegenwart so fern liegt, beinahe parallel liegt(!). In diesem Zustand werden keine Lösungen gefunden, das hungernde Herz zu stillen. Nicht in der Gegenwart und nicht in der Vorstellung von vermeintlichen oder realen Wünschen. Vielmehr wird keiner dieser Dinge gelebt und dies bedeckt den Punkt, der sich Leben nennt. Würde ich sagen. Ein anderer Mensch mag mir widersprechen.

Um wieder zur Ruhe zu kommen, ist der Weg zum absoluten Eigenen der Pfad. Diesem liegt die Empfindung der Vollendung zugrunde und nur dieser ist der erlösende Partner des Lebens.

Und was es ist und wie sich dieses gestaltet, hat in keinem Menschen ein Urteil auszulösen.

Konzentration liegt auf dem Eigenen. Auf jenem, das gefüttert werden will mit Inspiration, mit Taten und Gefühlen. Es seufzt in der melancholischen Empfindung, findet sich in Zuständen des Moment-Lebens und strahlt an seltenen Tagen durch die Haut hindurch. Es ist das Allumfassende und Ehrliche. Es ist jenes, was sich Liebe nennt.

Morgen in erschöpften Gedanken

Zweifel. Ein Wesen in Kopf. Herumspukend, Gedanken sich zusammen suchend. Sie findend. Jedes mal. Und es wirft aus der Bahn. Aus dem Alltag und kreiert ein Bild, so verschwommen und trotzdem im vollsten so begehrenswert. Warum ist es, dass ein Mensch sich fürchtet vor der Routine? Dass jedweder Weg als ein Ausweg erscheint und das verblendet wird, was erklommen und wertgeschätzt wurde? Warum ist es, dass diese Spiele im Kopf so verlocken. So verlocken zum Aufbruch. Zu dem Anderen.

Ich habe die Antwort nicht. Es ist ein Gedanke, weiter nichts.

Doch eines will ich sagen: sind es Wünsche, kann ein jeder erfüllt werden. Mit Treue dem Selbst gegenüber. Mit dem niederreißen von kreierten Geistesschranken. Die Freiheit findet sich im Selbst und im Eigenen. Suche und finde sie dort. Und die Welt um dich herum wird sich ändern.

Mit all den Abgründen und klaren Momenten dazwischen.

Die Freiheit, die gesucht wird, findet ein Mensch nur in sich selbst.

Angst und Neid und Vorstellungen, auch Aggressivität und ein Unverständnis in die eigene Reihe wirken neben der Suche wie ein permanenter Begleiter.

Sind es doch genau diese Gefühle die einen Menschen davor stoppen, bestimmte Wege zu gehen. Bestimmte Wege gehen zu können.

Lange Zeit suchte ich in den äußeren Umständen nach dem Grund für meine eigene Unzufriedenheit. Auch eine Unzufriedenheit über mich im großen Maße. Die Verantwortung für den gefühlten Käfig sah und sehe ich noch zu manchen Momenten in den Handlungen, die mich einzuschränken scheinen. Die Handlungen von anderen Menschen. Von Umständen, von Vergangenheit. Von eigener Schwäche.

Diese Dinge, um alles bei einem Wort zu nennen, sind jedoch nicht der Grund des gezwängten Gefühls. Nach einer Weile wird klar, dass das Entlassen auf ihnen, das Gefühl zu ersticken nur verstärken.

Sich aufzurichten und bestimmten Schrittes zu gehen, tut sich schwerer mit gebücktem und steifen Nacken nach Jahren der Unbeweglichkeit. Und der Versuch sich in allem zu entlasten, bewirkt Unbeweglichkeit.

Doch auch der Körper lässt sich wieder richten. Und ist für einen Menschen die Stärke und Kraft des Körpers von Nöten, so ist der Weg einem klar. Sind es an manchen Tagen die Schritte nach außen. Das Heben des Kopfes. Ein Sprung, zu Beginn im Schatten anderer Augen, später gewagt neben bekannten Menschen.

Der Wunsch nach dem schnellen Weg ist präsent. Kennt eine Mensch die Theorie, so sagt man, kann ein Mensch die Praxis folgend machen. Doch einem natürlichen Wesen ist diese Schnelligkeit nicht inhärent. Selbst in Gefühlen der Rastlosigkeit, ist es nicht der schnelle Weg der gewünscht wird. Ist es nicht der schnelle Weg der überhaupt offen steht.

Willst du deinen Körper strecken und tust dies schnell, weil du weißt, dass einem Körper bestimmte Bewegungen möglich sind, gesehen oder gehört, in Wissen erforscht. In jedweder Weise erfahren. Tut man dies nach lebenslanger Unbeweglichkeit wird der Körper brechen. Bänder werden reißen, Muskeln sich verzerren. Erschrocken von der Unsanft sich selbst gegenüber, schockiert von dem mangelnden Vermögen sich selbst zu kennen. Und die Regeneration wird Tage und Wochen und Monate und vielleicht Jahre ins Land ziehen lassen. Bevor man sich an den neuen Sprung wagt, wird auch die Angst davor heilen müssen und ohne es geplant zu haben, ja mit einer gar gegensätzlichen Intension, brach man sich selbst den Glauben an das Schaffen.

Ich möchte hier verdeutlichen, dass das Finden der Freiheit auch so nicht funktioniert. Was ich damit nicht meine: in jedwede Richtung zu denken und die Taten tot zu grübeln, aus Angst man überschätzt sich selbst. In welchem Leben man ist, dass liegt einem jeden selbst in der Hand.

Und wird hier nicht besprochen, wie es ist gesund und munter aus einem fest gefahrenem Leben auszutreten. Hat man diese Vorstellung, so verabschiede man sich sogleich davon.

Ist es auch nicht der Körper, welcher im Mittelpunkt steht, obgleich die Metapher dorthin deutete. Ist es die Seele und ihre Flügel welche meine Aufmerksamkeit erhalten.

 

Ist man manchen Menschen begegnet ist das Auge und seine Tiefe der beste Spiegel um in die Seele zu blicken. Ist es ein bekannter Spruch, so ist es nicht ein falscher. Und in manchen sieht man Tiefe und Weite, die für sich selbst gewünscht ist. Die vielleicht sehnlichst vermisst wird, obgleich vielleicht nie erlebt doch in dem vollkommen Wissen, dass sie dem Eigenen inhärent ist. Und es verleitet schnell, diese Augen des Fremden zu seinem Eigen zu machen. Und Wege die man kennt um solches zu vollenden, zu beschreiten.

Und verleitet wird man hier Wege zu gehen, die man selbst nicht kennt. Nicht weil sie abenteuerlich und neu sind. Doch weil sie ihrem eigenen Weg nicht inhärent waren. Und man versuchte etwas zu kopieren. Und am Ende wird man stehen auf beiden Füßen, das Ufer nie erreicht haben. Erschüttert von der Erkenntnis, das dies nicht war, was ein Mensch gesucht.

 

So möchte ich zurück leiten zu dem Beginn des Gedankens.

Ist es der Zustand in einem Menschen, dass sich das Gefühl ausbreitet, in seinem Körper und seiner Seele beherrscht zu werden, kann dies ein Schmerz sein, der keine Worte kennt. Kann man sich nur manch einem Menschen mit diesem Gefühl offenbaren und Erfahrungen teilen. Einem Menschen, der dies nie erlebte, wird der Weg zu der Tiefe des Gedankens nie zugänglich sein.

Und interessant ist: obgleich ich persönlich glaube, dass in einem jeden Wesen dieser Wunsch und dieses Innere existiert, ist es mir klar geworden, dass nicht ein jeder das Ziel hat danach zu suchen. Allein nach dem Wunsch zu suchen. Und es ist nicht in der Aufgabe eines jeden Menschen dies zu beschreiten. So wende ich mich an jene, die den Worten folgen können.

(In Ergänzung: Ist es vielleicht einer Dankbarkeit verpflichtet, dass nicht jeder Mensch diesen Wunsch in sich spürt. Wäre die Welt um so vieles ungeordneter und würde vielleicht an vielen Enden und Angefangen brennen. Und das in Ausmaßen, die nun noch lange nicht sind. Obgleich es in so vielem befreien würde. Doch die Zeit die es braucht und die Masse der Energien die auf dem Weg des Lernens frei gesetzt werden können, werden mächtig sein. Je näher man sich an die Flammen in sich wendet und doch den Umgang mit ihnen noch nicht beherrscht. Werden zumindest Tränen fließen. Wenn nicht Blut.)

Die Schilderungen sind von jedem Menschen abzuwandeln. Ist es nicht in der Aufgabe ein universales Bild zu errichten, bin ich lediglich ein Mensch, der lediglich die Dinge sah und erfuhr, die meinen Weg kreuzten. Von dem anderer Menschen habe ich nur wage Vorstellungen, wenn auch, durch ausgeweitete Spannweiten in mir selbst, manch eine gute.

Ist es der Drang sich selbst frei zu treten, ist wohl der erste Schritt, sich nicht wahrhaftig frei zu treten. Denn diese körperliche Handlung wird in Umfeldern ausgeführt, die vertrau sind. Sanktionierende Gesellschaften gestatten es nur selten, eine solche Handlung in der Sichtbarkeit anderer Augen auszuführen. Doch gerade in diesem Vertrauten leben Menschen die zuweilen bereit waren, das Herz zu geben. Und denen man selbst zu weilen bereit war, das Herz zu geben. Und wie ich oben den eigenen brechenden Körper erwähnte, so wird es hier der eines anderen sein. Und der Schall davon wird zurück kehren und sich in einer Form fest beißen, dessen Beschreibung ich mir nicht zutraue.

Die Aufmerksamkeit geht nur langsam von den ablenkenden äußeren Gegebenheiten und speziell von Menschen in nahem Umfeld auf sich selbst zurück. Diese Aufmerksamkeit wird verlangt. Warum man sich von dem Gedanken verabschieden muss, die Verantwortung für seine Gefühle in die Hände anderer zu legen. Eine Frage die auch in der Sache selbst klar zu sein scheint. Denn eines muss man sich deutlich machen: sind es nicht wirkliche Käfige um den menschlichen Körper, die ihn binden. Denn zu diesem Fall kann ich mich nicht äußern und niemals würde ich es wagen hier zu sprechen und mir anzumaßen Wissen darüber bekunden zu können.

Doch dem Käfig in der Seele bin ich vertraut. Der Auseinandersetzung mit sich selbst bin ich vertraut. Den Abgründen, die so oft vor mir aufleuchteten, bin ich sehr vertraut. Ich habe das Wissen darüber, dass sie existieren, wenn auch ich nicht in das Bewusstsein der Situation zurück kehren kann, wenn ich diesen gegenüber stand. Ich habe das Wissen darüber, die Tage auszuharren, wenn die Ängste und Verzweiflungen sich mit dem Inneren fetzen. Kenne das Gefühl sehr gut, machtlos sich selbst gegenüber zu sein. Sich selbst ausgesetzt zu sein. Kenne das Gefühl sehr gut, über Wochen auf dünnem Balken zu stehen und keine Gewissheit zu haben, ob ich jemals den festen Boden erreiche. Gelegentlich den Fall ins Tiefe auszuhalten und nicht auch meinen Körper aufschlagen zu lassen. Ich kenne die Wut und die Enttäuschung. Ich kenne viele Facetten der Angst, die im Inneren sich ausbreiten können. Ich kenne ihre Auswirkungen auf den Körper. Kenne das magere Gesicht im Spiegel. Die ausdruckslosen Augen, wie die wirren. Das Rinnsal an Rotem über die Haut.

Und ich kenne den Versuch die Verantwortung von mir abzuwenden und sie anderen Dingen aufbürden zu wollen. Und dabei ist es nicht der unüberlegte Gedanke, man selbst wäre es nicht. Doch die Angst und der Stolz sich nicht alles selbst anzusetzen. Die Angst vor der Verzweiflung und der Stolz, der sich über die eigentliche Kraft bewusst ist und die Handlungen nicht versteht.

Und manch ein Mensch ist so tief in seiner Liebe, diese Schwere des Gefühls mit leichten Fingern entgegen zu nehmen und zu wiegen, bis sie sich wohlig fühlt und geborgen.

Und wichtig ist, dass dies nichts verwerfliches ist. Es ist kein Zeuge der Schwäche. Obgleich die Reaktion meiner Selbst oft zu diesen Gedanken verleiten ließ. Doch was es reflektiert ist nicht das eigene, es ist die Reflexion des Besitzers dieser Hände. Es kann dir Wissen über diesen Menschen geben, es kann Vertrauen aufbauen, es kann Vertrauen vertiefen, es kann Vertrauen köstlich machen. Doch mit der Ausgangssituation hat es nichts zu tun. Begab man sich zwar in diese Hände, muss man sich nicht davor fürchten, dass man nun zu schwach zum kämpfen wurde und die Geborgenheit und Wärme den sonnst so schweren Weg in Watte gepackt hätte. Denn der Wünsch ist inhärent, wie vorher beschrieben. Und er wird sich zeigen und nicht ruhen. Und wenn man anfangs auszuweichen versucht und verzweifelt, ist dies eine Etappe die gegangen wird. Gerade weil man sich der Schwere des Weges bewusst ist. Doch der Drang ihn dennoch zu beschreiten nicht verblasst.

Und die Suche in sich selbst ist wohl das interessanteste darin. Und an dieser Stelle werde ich nicht mehr von Verantwortung sprechen. Nachdem man sich nämlich los gelöst hat von der Vorstellung, dass Äußeres zu sehr beeinflusst oder einschränkt, ist es nicht mehr eine Bürde die vor einem liegt. Das Gewicht verteilt sich. In ein nicht zu beschriebenes Gefühl. Ein Gefühl was in manch einem Menschen zu manch einer Zeit unverhofft zu Vorschein tritt. Nur wenige Momente lang, legt sich ein Schleier und die Vollendung des Eigenen erfüllt das ganze Sein. Ein Einblick in einen Zustand, der vielleicht das Ziel des ganzen bedeutet. Und welcher die Seele mit Sehnsucht beschüttet, zugleich in Verzweiflung führen kann und zu Dankbarkeit rührt.

 

An manch einem Tag ist es nicht möglich auch nur eine Handlung zu tun, und das Gefühl zu haben, man entscheide sich frei dafür. Nicht einmal die Worte die aus dem eigenen Mund kommen, geben das Gefühl, als wäre man sich selbst. Sie sind befremdlich. Und zuweilen hasst man die eigene Stimme und wünschte alle Fähigkeit des Sprechens würde vergehen, damit die Enttäuschung nicht mehr kommen kann über das eigene Wort.

Und solche Tage empfinden sich, als würde dieser Zustand nie enden. Der Zustand in dem man sich sich selbst so fremd fühlt. Und man vor allem alleine sein möchte, um der eigenen Reflexion zu entgehen. Ihr auszuweichen.

Mit der Zeit kommen Tage auf, an denen es wieder leichter wird zu sein. Eine Stärke breitet sich im Körper aus und Bewusstsein breitet sich aus. Und so schnell dies wieder vergehen kann, war man einen Moment in einen anderen Zustand getreten, der sich wie ein Schritt weiter empfand. Doch nicht konstant war. Nicht haltbar.

 

Der Wechsel des Gefühls von der Verzweiflung über sich selbst zu einem zuvor nicht gekannten ist unbewusst. Es fällt nicht schlagartig auf. Zumindest war dies bei mir nicht der Fall. Doch der Auslöser ist nach einiger Beobachtung zu identifizieren.

Es ist keine Stimme mehr im Kopf, die sagt:“ Du musst tun, was du sehnlichst willst, sonnst gehst du ein und verdorrst.“

Die Stimme, die ungemeinen Druck ausübt. Einen Druck den man über sich selbst ausübt. Mit den Wunsch vor Augen, was man will und der Umgebung die dies scheinbar nicht gestattet. Ein Wunsch der oft mit Emotionen, mit Angst oder Enttäuschung, auch oft mit Wut an die Oberfläche tritt und sich dem Menschen selbst und seiner Umgebung zeigt.

Ein springendes, zitterndes Bewusstsein. Jede Gelegenheit ergreifend und so viele Worte und Taten von außen als Angriff auf die eigene Freiheit empfindend. Die Kraft aufzustehen, immer wieder verspielend in diesen Momenten der vollkommenen Energiefreisetzung. Sie ist ein stetiger Begleiter auf dem Weg. Doch richtet man sich in die Nähe einer neuen Phase, dimd es ab.

Und die Energie, die sonnst so präsent war, die man trotz der Ausbrüche trotzdem liebte, weil sie die Kraft zeigt, die in einem ruht. Sie geht nicht verloren. Sie weitet sich aus. In jede Zelle des Seins, noch unklar in welchen Ausmaßen, doch bedeutend stärker als zuvor. Nicht mehr springend und zerstörend und Unzufriedenheit ausdrückend. Sondern beruhigter und stärker und bewusster.

Die dauernden Entschuldigungen lassen nach. Das permanente Rechtfertigen sich selbst und anderen Menschen gegenüber findet keinen Platz mehr in den Gedanken. Scheint nicht mehr von Nöten zu sein. Zugleich weitet sich das Feld der Möglichkeiten. Man wird anderen Verständlicher, weil man nicht mehr ausweicht mit den unkontrollierten Emotionen und seine Worte verwirrt und im Unterdrückten sich nicht traut zu sprechen was gemeint ist. Man wird sich selbst verständlicher, weil man seine Worte nicht mehr verwirrt und sich traut zu sprechen was gemeint ist. Und sich Wege öffnen.

Das Gefühl eine neue Phase beschritten zu haben, wird untergründig klarer. Durch bisherige Erfahrungen ist man sich bewusst, gelegentlich ein früheres Gesicht vor sich zu sehen. Doch mehr Ruhe kehrt ein. Und Gelassenheit. Und Stärke, die nun zum ersten mal für Taten für sich selbst genutzt werden kann.

 

Der Weg in solchen Auseinandersetzungen mit sich selbst wird immer lang bleiben. Die Vollendung, wohl nicht absehbar. Doch ist dies nicht das Ziel. Das Ziel ist der Weg und der Weg leitet dich zu dir selbst. Und was du willst, ist diese Zeit.

Mit all den Abgründen und klaren Momenten dazwischen.